Hintenrum – Café Röhren

20.5.2012 20:00 Uhr - 22:00 Uhr

Wer das Thema “Hintenrum” als Unterkategorie von “Untenrum” betrachtet, liegt sicherlich nicht ganz falsch: schließlich kriechen die Kneipenleser ihrem Publikum im Cafe Röhren mit erlesen Hintergründigem mal wieder sonst wo rein.
Doch auch Geschichten über das Anschleichen an leckeres Jagdwild, das Geschrotze über die neue beste Freundin der eigenen zweitbesten, die befriedigendsten Wege zum Überholen des Chefs auf der Karriereleiter, den von ehrlicher Hochachtung zu zeugen scheinenden Nachruf auf den Erzfeind: all das könnte im Zuhörer hintenrum dann doch noch den Eindruck hinterlassen, einer niveauvollen Lesung beigewohnt und vielleicht sogar etwas gelernt zu haben.
Die Kunst der Zubereitung warmer Porreeeinläufe schlage man aber lieber selbst bei Chefkoch.ru oder so nach.

Dichtkram des Monats

Gepostet am: 1. Mai 2012

Beige Socken in Sandalen

Das, so wird mir oft beteuert,
trägt man gerne in Westfalen:
Beige Socken in Sandalen,
an der Ferse durchgescheuert.

In Sandalen beige Socken,
in den Socken Fußbettfeuchte:
Wenn die bis zum Bündchen kreuchte,
täte mir der Atem stocken.

Socken, dauernd hochgezogen
an der haarig-weißen Wade,
die beim einen eher grade
und beim andern leicht gebogen.

Mag die Wade noch so locken
und uns einiges versprechen,
das darunter ist zum Brechen:
In Sandalen beige Socken!

Selten werden sie erneuert.
Hier mit Pranken, dort mit Händchen
zuppelt man, nur weil das Bändchen
in dem Bündchen ausgeleiert.

Dabei geht man in die Hocke,
zieht und zuppelt ohne Gnade
an dem Bündchen an der Wade:
Doch was hilft ‘s bei so ner Socke!

Nun, sind sie auch groß, die Qualen,
mag die Socke noch so dampfen
und das Auge noch so krampfen:
Es bleibt Mode in Westfalen.

Wenig muss man für sie zahlen,
viel zu lax sind sie besteuert.
Zeit wird’s, dass man sie verteuert
nach den nächsten Landtagswahlen:
Beige Socken in Sandalen.

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Dichtkram des Monats

Gepostet am: 1. April 2012

Bitte

Lieber Gott im Himmel, harn
bloß nicht auf das Hammelhirn!
Sonst wär all der Harmel hin,
den wir hier im Hirmel han.

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Zum 10. Todestag von Matthias Beltz

Gepostet am: 25. März 2012

Am Dienstag, den 27. März 2012 ab 22:45 Uhr sendet das HR-Fernsehen zum 10. Todestag von Matthias Beltz zwei Dokumentationen:
22:45 Uhr “Kabarettist, Kritiker und Philosoph Matthias Beltz”
23:45 Uhr “Unterm Pflaster war kein Strand”

http://www.hr-online.de/

http://www.matthiasbeltz.de/

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Gehobelt, gedrechselt, fein abgedreht

Gepostet am: 25. März 2012

Eine sehr schöne Lesung an einem sehr schönen Ort. Passend zu der Idee der Paderborner Literaturtage mitten in der Stadt. Der Ideenraum war vom Kirwald-Team mit Hobelspänen und Büchern wunderbar dekoriert worden, für das leibliche Wohl gab es eine große Auswahl an Getränken und vielerlei Canapés, wobei letzteres mit dem Sofa zwar indirekt zu tun hat, aber trotz Möbelhaus zum Essen war. Und das Publikum hat es gedankt! Ihr wart reichlich da und wir hatten Mühe den tiefen Raum zu beschallen. Hat trotzdem wunderbar geklappt und wir haben eine Menge Spaß gehabt. Schließen möchte ich mit einem Dank an alle Beteiligen und wie immer zwei Impressionen.

Kirwald- und Kneipenlesungsteam

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Unter die Räder gekommen: Sneak preview für die Paderborner Literaturtage

Gepostet am: 19. März 2012

Kaum war der Frühling ausgebrochen, die Literaturtage angepfiffen, der Bundespräsident gewählt und die ersten Biker ins Krankenhaus eingeliefert, wurden sie, der Frühling und die Biker,  mit einer rundum gelungenen Lesung im Cafe Röhren bedacht. Frühling und Räder, die Vorankündigung hier im Blog versprach den Schraubern viel – doch konnten die Kneipenleser das Versprechen auch halten? Das Publikum lauschte eng aneinandergepresst den Darbietungen der Lesenden – viel war die Rede von geliebten Fahr – zeugen, Opfern der Straße, von Menschen im Verkehr – die Kneipenleser wären nicht Kneipenleser, würden sie nur beim Vordergrund der Vorankündigung stehen bleiben. Ihr Blick schweifte Ab zum russischen Rocknroll, dem Berliner Verkehr in verschiedenen Ausprägungen und pubertäten Fluchtfantasien. Eingerahmt von den Wischmeyerfiguren “Tierfreund” und “Treckerfahrer” bot sich dem vollen Cafe ein unterhaltsamer Abend zum Einstieg in die Paderborner Woche der Literatur, erfüllten sich die Versprecher dieses Blogs.  Bedauerlicherweise allerdings blieb das archaische Trimmrad doch in der Hand des Opfers liegen. Doch verweilt der Reisende nicht lang bei den Erfolgen gestriger Tage – weiter gehts am Samstag im Ideenraum mit “ungehobelt” -

Angepasste Anmoderation

Es war schon schön kuschelig

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