1. Mai 2012 - 0:00 Uhr
Beige Socken in Sandalen
Das, so wird mir oft beteuert,
trägt man gerne in Westfalen:
Beige Socken in Sandalen,
an der Ferse durchgescheuert.
In Sandalen beige Socken,
in den Socken Fußbettfeuchte:
Wenn die bis zum Bündchen kreuchte,
täte mir der Atem stocken.
Socken, dauernd hochgezogen
an der haarig-weißen Wade,
die beim einen eher grade
und beim andern leicht gebogen.
Mag die Wade noch so locken
und uns einiges versprechen,
das darunter ist zum Brechen:
In Sandalen beige Socken!
Selten werden sie erneuert.
Hier mit Pranken, dort mit Händchen
zuppelt man, nur weil das Bändchen
in dem Bündchen ausgeleiert.
Dabei geht man in die Hocke,
zieht und zuppelt ohne Gnade
an dem Bündchen an der Wade:
Doch was hilft ‘s bei so ner Socke!
Nun, sind sie auch groß, die Qualen,
mag die Socke noch so dampfen
und das Auge noch so krampfen:
Es bleibt Mode in Westfalen.
Wenig muss man für sie zahlen,
viel zu lax sind sie besteuert.
Zeit wird’s, dass man sie verteuert
nach den nächsten Landtagswahlen:
Beige Socken in Sandalen.
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1. April 2012 - 0:00 Uhr
Bitte
Lieber Gott im Himmel, harn
bloß nicht auf das Hammelhirn!
Sonst wär all der Harmel hin,
den wir hier im Hirmel han.
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25. März 2012 - 22:10 Uhr
Am Dienstag, den 27. März 2012 ab 22:45 Uhr sendet das HR-Fernsehen zum 10. Todestag von Matthias Beltz zwei Dokumentationen:
22:45 Uhr “Kabarettist, Kritiker und Philosoph Matthias Beltz”
23:45 Uhr “Unterm Pflaster war kein Strand”
http://www.hr-online.de/
http://www.matthiasbeltz.de/
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19. März 2012 - 13:33 Uhr
Kaum war der Frühling ausgebrochen, die Literaturtage angepfiffen, der Bundespräsident gewählt und die ersten Biker ins Krankenhaus eingeliefert, wurden sie, der Frühling und die Biker, mit einer rundum gelungenen Lesung im Cafe Röhren bedacht. Frühling und Räder, die Vorankündigung hier im Blog versprach den Schraubern viel – doch konnten die Kneipenleser das Versprechen auch halten? Das Publikum lauschte eng aneinandergepresst den Darbietungen der Lesenden – viel war die Rede von geliebten Fahr – zeugen, Opfern der Straße, von Menschen im Verkehr – die Kneipenleser wären nicht Kneipenleser, würden sie nur beim Vordergrund der Vorankündigung stehen bleiben. Ihr Blick schweifte Ab zum russischen Rocknroll, dem Berliner Verkehr in verschiedenen Ausprägungen und pubertäten Fluchtfantasien. Eingerahmt von den Wischmeyerfiguren “Tierfreund” und “Treckerfahrer” bot sich dem vollen Cafe ein unterhaltsamer Abend zum Einstieg in die Paderborner Woche der Literatur, erfüllten sich die Versprecher dieses Blogs. Bedauerlicherweise allerdings blieb das archaische Trimmrad doch in der Hand des Opfers liegen. Doch verweilt der Reisende nicht lang bei den Erfolgen gestriger Tage – weiter gehts am Samstag im Ideenraum mit “ungehobelt” -

Angepasste Anmoderation

Es war schon schön kuschelig
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1. März 2012 - 0:00 Uhr
Der unwürdige Besucher
Wer hat uns um die schöne Aussicht betrogen
und ließ uns im Düstern stehn?
Wer töterlöhtete neulich am Bogen?
Kisau, Kisau hat’s gesehn.
Wer wagte es draußen am Bischofsteich
die seltene Talle zu wildern?
Wer dubelohte die Sühle weich?
Kisau, Kisau kann es schildern.
Wer hat auf den Dielen im Nebeldunst
die Annenbrede beschissen?
Wer ükerte nachts an der Wasserkunst?
Kisau, Kisau will es wissen.
Wer ließ selbst dem Rothoborn keine Ruh,
hat den Maspern zum Platzen gebracht?
Wer heierte die krumme Grube zu?
Kisau, Kisau schöpft Verdacht.
Wer hagte den Kötter am Bahneinschnitt?
Wer ließ nichts in der Stadt unversehrt?
Wer versetzte am Damm selbst dem Kamp einen Tritt?
Kisau, Kisau hat’s gehört.
Wer hielt beinah ganz Paderborn auf Trab
und hing dann am Abdinghof doof ab?
Kisau hat ‘ne Ahnung. Nur mir kommt’s so vor:
Thisaut war ein neuhäuser Tor!
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