Archiv der Kategorie: Lesung

Unsere Lesungstermine

Wir ziehen den Stecker im Café Röhren am Samstag, 24. Juni 2017

„Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“ – diese Liedzeile kennt eigentlich jeder.
Doch was bedeutet es, „den Stecker zu ziehen“? Endet das Leben? Werden laute Instrumente leiser? Wird es dann noch Kaffee und volle Handyakkus geben?
Zum Saisonende wollen die Kneipenleser elektrisierende Antworten auf diese und weitere Fragen geben.
In der Hoffnung, dass es euch nicht vor Langeweile den Stecker zieht, laden wir euch am 24.06.2017 ab 20 Uhr ins Café Röhren ein (oder auf ;-)) – vielleicht nicht unbedingt unplugged, aber dafür mit freiem Eintritt.

Protest-Tanten und -Onkel im Café Ostermann am Samstag, 20. Mai 2017

Da mach ICH nicht mit! Das können WIR uns nicht länger gefallen lassen! Es muss Veränderung her! Auf die Barrikaden! Alle Macht dem Volke! Ja aber, wie geht denn eigentlich Revolution? Mit Revolver vielleicht, der heißt doch schon so ähnlich. Oder ganz friedlich, eine Demo hier und eine Demo da und dann, wenn genug mitmachen, machen sich die Herrscher auch schon mal vom Acker. Wo wären wir heute, hätten unsere Vorfahren nicht protestiert und revoltiert. So manche wurde im Keim erstickt, andere trugen große Blüten. Und es gibt ja so viele Revolutionen: Kulturelle, Industrielle, Maschinelle, Französische, Sexuelle, Religiöse, eine im November, eine im April.

Wer weiß schon, wohin die Revolte uns wirklich führt. Auf jeden Fall zählen wir auf Euch, wenn es darum geht auf die Barrikaden zu lesen, um die Revolution voranzutreiben oder zu ersticken, je nach dem, wie der Wind gerade steht. Die herrschende Kneipenleser-Klasse lädt ein ins Café Ostermann ab 20 Uhr. Und wie gesagt, so mancher Funke für eine Revolte wurde in Cafés entfacht.

Wahre Männer, echte Bärte im Café Röhren am Samstag, 22. April 2017

Wann ist ein Mann ein Mann?

Ist das Tragen eines Bartes vielleicht eine Kampfansage an die Emanzipation der Frau?

Also die Rückkehr zu dem, was Frauen und Männer unterscheidet?

Diese Fragen sind mindestens so alt, wie Herbert Grönemeyer.

Wir werden uns dieser Frage aber nicht musikalisch, sondern eher literarisch zuwenden und unsere Bücherregale nach alten, neuen, kurzen, langen, bunten, ergrauten, fussligen, gezwirbelten, gebürsteten, und vielleicht auch nach nicht vorhandenen Bärten durchforsten.

Wikinger haben Bärte, Politiker haben Bärte, Künstler sowieso und ja, Islamisten natürlich auch.

Manche Bärte sind richtig berühmt geworden.

Es gibt sogar eine Weltmeisterschaft im Barttragen und dabei kommt es sehr wohl auf die Länge an.

Aber Vorsicht! Nicht überall dort, wo Bart dran ist, ist auch Mann drin. Oder doch?

Wenn Conchita denkt, „Es ist mir Wurst, was die Leute sagen, ich trage Bart“, ist das Publikum zwar nicht ratlos, aber doch etwas verunsichert.

Denn da ist sie wieder, die fließende Grenze zwischen Mann und Frau.

Wir werden uns weder radikalisieren, noch radikal rasieren, sondern einfach nur ein bisschen lesen, und zwar am 22.04.2017, wie immer um 20.00 Uhr im Café Röhren.

Wes Buch ich les, des Lied ich sing in der Schloßbibliothek am Samstag, 25. März 2017

Der Frühling bricht aus, die Kneipenleser gehen ausgerechnet zur Literaturwoche auf Wanderschaft. Hinter dem idyllischen, grünen Barockgarten im Herzen der fürstbischöflichen Residenz lesen sie den Sängern nach dem Mund, singen den Dichtern nach der Feder. In Zeiten, da der Vater aller zottligen, nuschelnden Singer-Songwriter, die heutzutage die Spotify-Playlists bevölkern, den Literaturnobelpreis bekommt und die Mutter aller Punks zur Feier schickt, die dann seinen Text vergisst, juckt den Meisterlesern der Kneipenlesung das Fell derartig, dass sie im Rahmen der Literaturnacht die Schloßbibliothek heimsuchen müssen. Texte von Musikern, über Musik und Musiker: sicher, liegt nahe – es soll aber auch um bestellte Kunst, „nach dem Mund reden“ und die Fähnchen im Winde am Domturm gehen. Wie immer eindeutig zweideutig und vielseitig – die Kneipenlesung am Samstag, den 25. März 2017 um 20:00 Uhr Einlass 19 Uhr in der Schloßbibliothek, Im Schloßpark 20, Schloß Neuhaus.

Aus den Fugen in der Fliesenausstellung Westerhorstmann am Samstag, 4. Februar 2017

Die Kunst der Fuge eint nicht nur Bach und Fliesenleger – auch die Paderborner Kneipenleser sind der perfekten Fuge auf der Spur.

Unter dem Motto „aus den Fugen geraten“ verlassen sie gewohntes Terrain und lesen in der Fliesenausstellung Westerhorstmann. Hier befassen sie sich mit Jenen, die auch außerhalb des Bads noch nach der perfekten Fuge suchen oder den rechten Pfad verloren haben.

In Zeiten, in denen die Welt aus den Fugen zu geraten droht, lassen sich die Kneipenleser auf apokalyptische Szenen ein, von wahrlich Bedrohlichem bis zur Endzeitstimmung auf der Waage bei aus der Form geratener Figur. Der Abend widmet sich den auf die schiefe Bahn Geratenen, denen, deren Bach’sche Symphonie schrille Zwischentöne stören, aber auch Handwerkern außer Rand und Band zwischen Silikon und Mörtel, zwischen Mosaik und Bordüre, zwischen Genie und Wahnsinn.

„Aus den Fugen geraten“ – am Samstag, 4. Februar 2017 um 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) in der Fliesenausstellung Westerhorstmann (Heiersstraße 14, Paderborn). Der Eintritt ist frei.