Lass jucken, Kumpel – Lenz

„Mach hinne!“, heißt es auf gut westfälisch, „Jalla! Jalla!“, klingt es ganz woanders und „Lass jucken, Kumpel!“, hieß es aufm Pütt bei den Malochern unter Tage, wenn da endlich mal etwas fertig werden sollte.

Ist da noch was übrig von der Welt der Proleten mit der rauhen Schale, der knappen Sprache und dem angeblich so weichen Herz? Oder ist das alles in den Archiven der Trivialliteratur, den Sexfilmchen der siebziger Jahre und den Retroscherzchen der Comedians mumifiziert?

Gibt es da noch was außer der „Deadline“-Drohung im Angestellten-Milieu und dem „Dawei! Dawei!“ gegenüber den osteuropäischen Arbeiter-Kolonnen sogenannter Subunternehmer?

Vielleicht juckt uns aber heute ohnehin nur die Neurodermitis und der schlecht versorgte Mückenstich!

Genaueres wissen wir erst zur Kneipenlesung am 18. Mai im Lenz.

Ein Gedanke zu „Lass jucken, Kumpel – Lenz

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