Archiv der Kategorie: Dies und das

Alles was sonst nicht passt

Gegen die Langeweile – Joachim

Die vier Jahreszeiten von Vivaldi hat bestimmt jeder schon mal irgendwo gehört. Und sei es auch nur in Bruchstücken. Achim stellt heute in einem neuen Kapitel aus “Wahre Geschichte der abendländischen Musik” das “Largo” aus Vivaldis “Winter” vor. Und zwar die Version, die Vivaldi für die olympischen Winterspiele 1728 in Sarajevo komponiert hat. Bitte was? Kaum zu glauben? Ja sicher. Na und?
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Frohe Weihnachten allerseits!

Was Johann Sebastian Bach Mitte Februar 1734 geritten haben mag: Man weiß es heute nicht mehr. Vielleicht trieben ihn größere Geldnöte. Aber dem osmanischen Sultan Mahmud I. ein Zuckerfest-Oratorium anzudienen, war eine ausgesprochene Schnapsidee, die er schlicht in der Pfeife rauchen konnte. Denn als seine Noten Ende März (Gregorianischer Kalender) 1146 (Islamischer Kalender) in Istanbul ankamen, war das Fastenbrechen längst vorbei.

Immerhin aber bekam Bach schon Mitte Juno 1734 tatsächlich eine Art Antwort aus Istanbul: Ein Paket, in dem sich nicht nur seine Noten retour, sondern – leider kommentarlos – auch eine Wasserpfeife und eine kleine Dose mit Mu’assal, einer recht feuchten und klebrigen tabakartigen Masse, befand. Und Bach verstand dies, obwohl ihm der Verwendungszweck beider Gegenstände völlig schleierhaft war, kaum erwartbar, aber wohl vorgesehenermaßen als Wink mit dem Zaunpfahl beziehungsweise abschlägigen Bescheid.

Glücklicherweise hatte Bach so noch mehr als genügend Zeit, sein Werk in die uns geläufigeren Dur- und Moll-Tonarten umzuschreiben und sich einen anderen Text aus allen möglichen Fingern zu saugen. Sein Leipziger Thomanerhaufen hat das Zuckerfest-Oratorium dann auch ganz artig und ohne von all dem auch nur zu ahnen als Weihnachtsoratorium aufgeführt.

Hier nun drei Single-Auskopplungen aus Johann Sebastian Bachs Zuckerfest-Oratorium:

  1. Jauchzet, frohlocket, auf, preiset das Neulicht
  2. Es begab sich aber zu der Zeit
  3. Ach mein herzlieber Mahomet

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Weihnachtsspende 2020 an Westfälisches Kinderdorf e.V.

Zum dreizehnten Mal ging eure und unsere Weihnachtsspende heute an das WeKiDo Westfälisches Kinderdorf e.V. Warum schreibe ich eure? Weil schließlich der größte Teil des Geldes von euch – unserem Publikum – kommt, auch wenn wir dieses Jahr gar nicht zu Weihnachten sammeln konnten.

Wir haben beschlossen die 700 € vom letzten Jahr einfach mal durchzuziehen. Alle Kneipenleser haben im Jahr 2020 ein einigermaßen gesichertes Einkommen gehabt und die Kneipenlesung wegen fehlender Lesungen und Events auch wenig Ausgaben.

Wegen der besonderen Lage aller Kulturschaffenden haben wir noch eins draufgelegt und spenden 200 € an den Paderborner Kultursoli.

Wir danken euch für eure treue und hoffen auf baldige Lesungen in 2021. Lasst es euch gut gehen, bleibt gesund und großes Dank an euch! Wir wünschen euch alles Gute für 2021!

https://www.wekido.de/spenden/spendenkonten/
http://kultursoli.de/spenden/

Gegen die Langeweile – Joachim

Zum 3. Advent keine Geschichte, sondern nur Musik. Aber dafür Weihnachtliche. Und zwar von Goran Bizetić, einem “Komponisten”, der nicht nur mit allen Wassern gewaschen war, sondern auch kein Wässerchen trüben konnte. Wie so vieles andere war auch sein größter Hit gar nicht von ihm selbst. Er hatte einfach die Noten zweier Lieder (eines von – wahrscheinlich – Friedrich Silcher und eines von Sebastián de Yradier) genommen, in einen schweren kupfernen Notenkessel geschüttet, den dann auf einen Herd gewuchtet (unpraktisch veranlagt, der Mann: erst wuchten, dann schütten!), gewartet bis es schön blubbert, dann den Herd befeuert und weiter gewartet bis es schön blubbert und nun endlich unter ständigem Rühren mit einem Violinschlüssel dieses bekannte Machwerk gebraut.
Als Bizetić auf einer musikalischen Soirée mal von einem Musikkritiker gefragt wurde, ob wirklich er diesen Mist verzapft hätte, rutschte ihm ein “Ich?? Nie!” heraus. Und so kam dann der ganze Schwindel ans Abendlicht. Denn schließlich stand Bizetić ja als Verfasser auf dem Programmzettel. Dumm wie Brot. Aber trotzdem genial. Irgendwie.

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Gegen die Langeweile – Joachim

Heute lügt uns Achim wieder etwas aus seiner “Wahren Geschichte der abendländischen Musik” vor: Die Vertreibung japanischer Bettelmönche aufs asiatische Festland, die Entstehung Bosniens und die erste vierstimmige Musik, die sich über die Pariser Notre-Dame-Schule verbreitete: Das muss doch alles irgendwie zusammenhängen. Tut es ja auch. Unnützes Wissen, sicher. Aber immerhin.
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