Im Sommer vor dem 11. Gebot:
Weihnachten im Lenz:
Hier das älteste „Gruppenfoto“ was wir besitzen. Es wurde im Januar 2001 in der Paderborner Kneipe „Tuba“ aufgenommen. Diese firmierte dann kurzzeitig mal als „TubaR“ und heißt jetzt wieder „Tuba“, anderer Wirt aber mit Literatur.
Wir stellen sie vor: die im harten Kampf um die Aufnahme ins Jahrhundertkneipenlesungsprogramm siegreichen Texte aus höchster „Literatur“. Denn was könnten Sie schon von zweitbesten Texten erwarten: allenfalls Vize-Unterhaltung.
Wie sehen sie aus, die Siegertypen? Am I the greatest? Und wenn ja: the greatest What? Ist der ewige Zweite nicht eigentlich viel besser dran! Und lässt sich aus Schlusslicht-sein nicht manchmal sogar noch mehr Kapital schlagen?
Jedenfalls ist ein Marathon im Besenwagen viel gemütlicher bewältigbar als zu Fuß und am 15. Juni dabei sein wieder einmal alles:
Und zwar ab 20:30 Uhr im Lenz.
Die ersten Gäste dürfen sitzen. Die letzen beißen die Hunde.
Und der GröFaZ? Ist zwar immer noch Ehrenbürger – in Siegen!, muss hier aber leider — leider? Ach was! — draußen bleiben.
Vorfreude auf die Große Schleife: Ein deutscher Fahrer ist immer noch 2 kg von seinem Idealgewicht entfernt, „Fette Sau“ schreibt ein deutscher Journalist, der 20 kg von seinem Normalgewicht entfernt ist.
Das Großereignis ist da: Athleten messen sich im Kampf „Mann gegen Mann“ um gelbe, grüne und rot-gepunktete Trikots. Welcher Pharmakonzern wird diesmal siegen, und welche Nation hat die Dopinglabors besser im Griff.
Nach dem Rennen: Voller Elan geht es im schicken Radtrikot in Rennstallfarben auf das funkelnagelneue 3.000 EUR Rennrad. Am Berg schwindet das Gefühl von Überlegenheit, die Schwerkraft zieht zu mächtig. Abgekämpft und voller Scham über das Presswurstoutfit in Papageienfarben kommt man nach nach Hause und will nur noch eins:
Ein Bier, ein Schnitzel und lieber Geschichten über das Rad, als selber fahren. Am besten dazu am Nachmittag des 18.5.2008 trainieren und ab 20:00 Uhr in das „Cafe Central“ kommen. Denn da lesen wir Euch was, kostenfrei wie immer.
D’schlaaaaand, D’schlaaaaand…“ schallte es vorletzten Sommer durch alle Straßen, Schwarz-Rot-Gold klebte auf jedem Auto, Fahnen wurden geküsst… So langsam hat sich der alte Schlandrian — entschuldigung — Schlendrian wieder eingestellt. Doch es blieb das Bewusstsein: „Wir sind wieder wer!“ „So, wer denn?“ „Wir sind Dritter!“ „Und sonst?“ „Häää … wie jetzt?“ Ja , das ist gar nicht so einfach zu ermitteln, wenn auf die Frage „Was ist denn jetzt unsere nationale Identität?“ nur die Gegenfrage „Wat heisst’n dis?“ zurückkommt. Wir sind der Mittelpunkt Europas, die Biersäufer vom Dienst, Bildungsbanausen, politisch überkorrekte Ordnungsfanatiker, diszipliniert, manchmal sogar tolerant, fleißig, pünktlich — merkeln Sie was? Es geht in der nächsten Lesung ganz klar um … um… naja -’schland halt! Kostet nix, also kommen Sie ruhig vorbeigeschlandert, wenn wir die Fahne der Dichter und Denker im Lenz hochhalten!
Wie immer kostenfrei am 20.4.2008 und ab 20:30 Uhr im Lenz.
Wirklich Abendfüllendes hat sich das Kneipenlesungsteam wieder einmal vorgenommen. Denn letztlich kann man (Mengenlehre!) so ziemlich alles in alles tun. Der wahre Fuchs zeigt sich erst in der Auswahl der Literatur zum Thema. Ein Schelm, wer dabei nur an das Eine denkt: Sicher, die Puppe in die Puppe.
Aber doch auch die Schnetzel in das Schnetzelkästlein, die Tassen in den Schrank, die Klischees in die Schublade und, und, und… Und nicht zuletzt den Lover in den Kleiderschrank.
Dass nichts in die Tüte kommt, kommt jedenfalls gar nicht in die Tüte. Und Sie kommen ins 11. Gebot! Wannß
Am 16. März um 20.30 Uhr natürlich. Und nicht nur, weil der Eintritt — das muss man sich mal reintun! — immer noch frei ist.
Die einen lassen nur Wasser und eine bestimmte Seife an ihre Haut, die anderen rasieren sich nur mit dem einen bestimmten Markenrasierer oder favorisieren ein bestimmtes Haargel. Allen gemein ist ein Streben nach Individualität oder Konformität.Die Haare zu Berge stehen einem, wenn diese innere Haltung gepredigt wird. Nicht nur Religionen oder Sekten eignen sich zum predigen, sondern auch Automarken, Biolandwirtschaft, Nicht- oder Doch-Raucher und — nicht zu vergessen — Kaffee in Teekannen.
Das Verteilen von religiösen Schriften an der Haustür verblasst vor dem Klingeln an der virtuellen Haustür, ob ich Günter Jauch kenne. Nein, noch nie begegnet, aber er darf genauso wie ihr gerne auf die Kneipenlesung kommen, selbst für so einen Prominenten ist der Eintritt frei. Am 17.2.2008 im Lenz um 20:30.
Ein Hobby spaltet die Nation: Die einen bekommen Magenkrämpfe, wenn sie nur das Wort „Brettspielabend“ hören. Von Langeweile wird gestöhnt, und „Habt Ihr sonst nichts, über das Ihr Euch unterhalten könnt?“
Die anderen bekommen bei jedem Sechseck glänzende Augen, weil es sie an den grandiosen zweiten Platz bei den deutschen Catan-Meisterschaften erinnert. Diese Leute haben im Wohnzimmer die Regale voll mit bunten Kästen.
Aber es soll nicht nur um Brettspiele gehen, sondern auch um Kontra, Dulle, All-In und Gambit. Nicht nur der homo ludens ist eingeladen, am 20.1.2008 um 20:30 ins 11. Gebot zu kommen. Der Eintritt ist wie immer frei, von lautem Würfeln während der Lesung bitten wir abzusehen.