Schlagwort-Archive: Achim

Gegen die Langeweile – Joachim

Ein weiteres Kapitelchen aus Achims „Wahre Geschichte der abendländischen Musik“:
Wer Monty Python kennt, kennt sicher auch den Liberty Bell March, Militärmusik, angeblich von John Philip Sousa geschrieben, die Erkennungsmelodie von Monty Python’s Flying Circus.
Aber war die wirklich von diesem Sousa? Und war das wirklich Militärmusik? Achim klärt die Sache auf und bringt die ursprüngliche Version dieses Stücks zu Gehör.
Es ist schon bitter, dass jemand daraus Militärmusik gemacht hat. Aber es geht auch umgekehrt. Und so dürfen wir heute Mauricio Kagels nicht berühmt genug sein könnenden 10 Märschen, um den Sieg zu verfehlen, einen elften hinzufügen:
Die Pausenglocke von Jovan Filip Susać.

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Gegen die Langeweile – Joachim

Die vier Jahreszeiten von Vivaldi hat bestimmt jeder schon mal irgendwo gehört. Und sei es auch nur in Bruchstücken. Achim stellt heute in einem neuen Kapitel aus “Wahre Geschichte der abendländischen Musik” das “Largo” aus Vivaldis “Winter” vor. Und zwar die Version, die Vivaldi für die olympischen Winterspiele 1728 in Sarajevo komponiert hat. Bitte was? Kaum zu glauben? Ja sicher. Na und?
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Frohe Weihnachten allerseits!

Was Johann Sebastian Bach Mitte Februar 1734 geritten haben mag: Man weiß es heute nicht mehr. Vielleicht trieben ihn größere Geldnöte. Aber dem osmanischen Sultan Mahmud I. ein Zuckerfest-Oratorium anzudienen, war eine ausgesprochene Schnapsidee, die er schlicht in der Pfeife rauchen konnte. Denn als seine Noten Ende März (Gregorianischer Kalender) 1146 (Islamischer Kalender) in Istanbul ankamen, war das Fastenbrechen längst vorbei.

Immerhin aber bekam Bach schon Mitte Juno 1734 tatsächlich eine Art Antwort aus Istanbul: Ein Paket, in dem sich nicht nur seine Noten retour, sondern – leider kommentarlos – auch eine Wasserpfeife und eine kleine Dose mit Mu’assal, einer recht feuchten und klebrigen tabakartigen Masse, befand. Und Bach verstand dies, obwohl ihm der Verwendungszweck beider Gegenstände völlig schleierhaft war, kaum erwartbar, aber wohl vorgesehenermaßen als Wink mit dem Zaunpfahl beziehungsweise abschlägigen Bescheid.

Glücklicherweise hatte Bach so noch mehr als genügend Zeit, sein Werk in die uns geläufigeren Dur- und Moll-Tonarten umzuschreiben und sich einen anderen Text aus allen möglichen Fingern zu saugen. Sein Leipziger Thomanerhaufen hat das Zuckerfest-Oratorium dann auch ganz artig und ohne von all dem auch nur zu ahnen als Weihnachtsoratorium aufgeführt.

Hier nun drei Single-Auskopplungen aus Johann Sebastian Bachs Zuckerfest-Oratorium:

  1. Jauchzet, frohlocket, auf, preiset das Neulicht
  2. Es begab sich aber zu der Zeit
  3. Ach mein herzlieber Mahomet

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Gegen die Langeweile – Joachim

Zum 3. Advent keine Geschichte, sondern nur Musik. Aber dafür Weihnachtliche. Und zwar von Goran Bizetić, einem “Komponisten”, der nicht nur mit allen Wassern gewaschen war, sondern auch kein Wässerchen trüben konnte. Wie so vieles andere war auch sein größter Hit gar nicht von ihm selbst. Er hatte einfach die Noten zweier Lieder (eines von – wahrscheinlich – Friedrich Silcher und eines von Sebastián de Yradier) genommen, in einen schweren kupfernen Notenkessel geschüttet, den dann auf einen Herd gewuchtet (unpraktisch veranlagt, der Mann: erst wuchten, dann schütten!), gewartet bis es schön blubbert, dann den Herd befeuert und weiter gewartet bis es schön blubbert und nun endlich unter ständigem Rühren mit einem Violinschlüssel dieses bekannte Machwerk gebraut.
Als Bizetić auf einer musikalischen Soirée mal von einem Musikkritiker gefragt wurde, ob wirklich er diesen Mist verzapft hätte, rutschte ihm ein “Ich?? Nie!” heraus. Und so kam dann der ganze Schwindel ans Abendlicht. Denn schließlich stand Bizetić ja als Verfasser auf dem Programmzettel. Dumm wie Brot. Aber trotzdem genial. Irgendwie.

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Gegen die Langeweile – Joachim

Heute lügt uns Achim wieder etwas aus seiner “Wahren Geschichte der abendländischen Musik” vor: Die Vertreibung japanischer Bettelmönche aufs asiatische Festland, die Entstehung Bosniens und die erste vierstimmige Musik, die sich über die Pariser Notre-Dame-Schule verbreitete: Das muss doch alles irgendwie zusammenhängen. Tut es ja auch. Unnützes Wissen, sicher. Aber immerhin.
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