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Gegen die Langeweile – Anne

Um ein bisschen was gegen die Langeweile zu tun, haben wir angefangen, Texte aufzunehmen. Den Anfang macht Anne mit „Die Maske des roten Todes“ von Edgar Allan Poe – ihrem Lieblingsvorlesetext.

Edgar Allan Poe „Die Maske des roten Todes“ beim Projekt Gutenberg-DE.

Gegen die Langeweile – Joachim

Heute lügt uns Achim wieder etwas aus seiner „Wahren Geschichte der abendländischen Musik“ vor: Die Vertreibung japanischer Bettelmönche aufs asiatische Festland, die Entstehung Bosniens und die erste vierstimmige Musik, die sich über die Pariser Notre-Dame-Schule verbreitete: Das muss doch alles irgendwie zusammenhängen. Tut es ja auch. Unnützes Wissen, sicher. Aber immerhin.
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Gegen die Langeweile – Joachim

Pfeifen Sie doch mal was von Jovan Bramsić. Kennen Sie nicht? Wirklich?
Wenn das keine Bildungslücke ist. Immerhin haben so viele Leute derart frühkindliche Erfahrungen mit seiner Musik gemacht, dass Sie sogar den Klang der Babyrassel wiedererkennen.
Wieder eine Enthüllung von Achim aus seinem – na klar – längst nicht fertigen Werk „Wahre Geschichte der abendländischen Musik“.
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Frohe Weihnachten allerseits!

Was Johann Sebastian Bach Mitte Februar 1734 geritten haben mag: Man weiß es heute nicht mehr. Vielleicht trieben ihn größere Geldnöte. Aber dem osmanischen Sultan Mahmud I. ein Zuckerfest-Oratorium anzudienen, war eine ausgesprochene Schnapsidee, die er schlicht in der Pfeife rauchen konnte. Denn als seine Noten Ende März (Gregorianischer Kalender) 1146 (Islamischer Kalender) in Istanbul ankamen, war das Fastenbrechen längst vorbei.

Immerhin aber bekam Bach schon Mitte Juno 1734 tatsächlich eine Art Antwort aus Istanbul: Ein Paket, in dem sich nicht nur seine Noten retour, sondern – leider kommentarlos – auch eine Wasserpfeife und eine kleine Dose mit Mu’assal, einer recht feuchten und klebrigen tabakartigen Masse, befand. Und Bach verstand dies, obwohl ihm der Verwendungszweck beider Gegenstände völlig schleierhaft war, kaum erwartbar, aber wohl vorgesehenermaßen als Wink mit dem Zaunpfahl beziehungsweise abschlägigen Bescheid.

Glücklicherweise hatte Bach so noch mehr als genügend Zeit, sein Werk in die uns geläufigeren Dur- und Moll-Tonarten umzuschreiben und sich einen anderen Text aus allen möglichen Fingern zu saugen. Sein Leipziger Thomanerhaufen hat das Zuckerfest-Oratorium dann auch ganz artig und ohne von all dem auch nur zu ahnen als Weihnachtsoratorium aufgeführt.

Hier nun drei Single-Auskopplungen aus Johann Sebastian Bachs Zuckerfest-Oratorium:

  1. Jauchzet, frohlocket, auf, preiset das Neulicht
  2. Es begab sich aber zu der Zeit
  3. Ach mein herzlieber Mahomet

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Gegen die Langeweile – Joachim

Aficionados reiben sich verwundert die Augen: Im 5/8-Takt und der Tonart g-phrygisch-dominant kommt das jedem Spanier bekannte Stück ein bisschen fremd daher. Aber es war ja eigentlich auch originär Bosnisch. Und dann auch noch diese in Ton gegossenen Ohrfeigen und das Mimmimmimmim-Gewinsele im Morse-Code. Hat da ein gepeinigter Komponist das unfriedliche Zuhause seiner Kindheit musikalisch verarbeitet?
Wieder eine Enthüllung von Achim aus „Wahre Geschichte der abendländischen Musik“.
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