Schlagwort: Audio

  • 4zu1: Liebe! Ein Aufruf

    Hallo liebe Hörende,

    freut euch auf unsere sechsundsechzigste Bücher-Zerreißprobe. „Liebe! Ein Aufruf“ von Daniel Schreiber. Warum es dieses Buch in unser „Vier zu Eins“ geschafft hat, wie wir es finden und ob es euch gefallen könnte, erfahrt ihr hier. Wir reden über die Erkenntnisse des Autors. Das kann man nicht als Spoiler bezeichnen. Wenn ihr euch fragt, ob das Buch etwas für euch ist: Hört es euch an! Wir freuen uns, wenn es euch gefällt!

    Kneipenlesung der Podcast am 8.3.2026
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    Die nächsten Bücher bei „vier zu eins“ findet ihr zum mitlesen hier.

  • 4zu1: Annette, ein Heldinnenepos

    Hallo liebe Hörende,

    freut euch auf unsere fünfunddreißigste Bücher-Zerreißprobe. „Annette, ein Heldinnenepos“ von Anne Weber. Warum es dieses Buch in unser „Vier zu Eins“ geschafft hat, wie wir es finden und ob es euch gefallen könnte, erfahrt ihr hier. Diesmal gibt es nichts zu spoilern. Wenn ihr euch fragt, ob das Buch etwas für euch ist: Hört es euch an! Wir freuen uns, wenn es Euch gefällt!

    Kneipenlesung der Podcast am 24.9.2023
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  • 4zu1: Der Supergaul

    Hallo liebe Hörende,

    freut euch auf unsere einundsechzigste Bücher-Zerreißprobe. „Der Supergaul“ von Helene Bockhorst. Warum es dieses Buch in unser „Vier zu Eins“ geschafft hat, wie wir es finden und ob es euch gefallen könnte, erfahrt ihr hier. Ihr könnt euch die Folge ruhig anhören, wir verraten nichts. Wenn ihr euch fragt, ob das Buch etwas für euch ist: Hört es euch an! Wir freuen uns, wenn es euch gefällt!

    Kneipenlesung der Podcast am 19.10.2025
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  • Frohe Weihnachten allerseits!

    Was Johann Sebastian Bach Mitte Februar 1734 geritten haben mag: Man weiß es heute nicht mehr. Vielleicht trieben ihn größere Geldnöte. Aber dem osmanischen Sultan Mahmud I. ein Zuckerfest-Oratorium anzudienen, war eine ausgesprochene Schnapsidee, die er schlicht in der Pfeife rauchen konnte. Denn als seine Noten Ende März (Gregorianischer Kalender) 1146 (Islamischer Kalender) in Istanbul ankamen, war das Fastenbrechen längst vorbei.

    Immerhin aber bekam Bach schon Mitte Juno 1734 tatsächlich eine Art Antwort aus Istanbul: Ein Paket, in dem sich nicht nur seine Noten retour, sondern – leider kommentarlos – auch eine Wasserpfeife und eine kleine Dose mit Mu’assal, einer recht feuchten und klebrigen tabakartigen Masse, befand. Und Bach verstand dies, obwohl ihm der Verwendungszweck beider Gegenstände völlig schleierhaft war, kaum erwartbar, aber wohl vorgesehenermaßen als Wink mit dem Zaunpfahl beziehungsweise abschlägigen Bescheid.

    Glücklicherweise hatte Bach so noch mehr als genügend Zeit, sein Werk in die uns geläufigeren Dur- und Moll-Tonarten umzuschreiben und sich einen anderen Text aus allen möglichen Fingern zu saugen. Sein Leipziger Thomanerhaufen hat das Zuckerfest-Oratorium dann auch ganz artig und ohne von all dem auch nur zu ahnen als Weihnachtsoratorium aufgeführt.

    Hier nun drei Single-Auskopplungen aus Johann Sebastian Bachs Zuckerfest-Oratorium:

    1. Jauchzet, frohlocket, auf, preiset das Neulicht
    2. Es begab sich aber zu der Zeit
    3. Ach mein herzlieber Mahomet

    Mehr Musik von Achim bei JAS-PB YouTube.

  • Ich scheitere am Scheitern – Heiter scheitern

    Gestern Abend wollte ich kurz vor dem Abendessen nur schnell Brot und Tomaten kaufen. Es war unerwarteterweise auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums sehr voll, deshalb habe ich mein Auto kurzerhand auf einen freien Familienparkplatz geparkt.

    Heute Morgen tut mir das leid und ich möchte demütig dafür etwas büßen. Gut, dass eine Freundin einen Babysitter für ihren Dreijährigen sucht – ich habe mich sofort gemeldet.

    Auf dem Weg klingelt mein Telefon, dummerweise ist das Handy im Auto entkoppelt. An der nächsten roten Ampel werde ich die Verbindung wieder einrichten. Allerdings wird daraus nichts, denn trotz dichtem Samstagmorgen-Verkehr komme ich, ohne anzuhalten, über alle Kreuzungen bei Grün. Das Telefon klingelt munter zum dritten Mal.

    Bei der Freundin angekommen, erfahre ich, dass sie versucht hat, mich zu erreichen, da die 15-jährige Nachbarin das Babysitten bereitwillig übernommen hat. Weil ich ja noch Buße tun muss, biete ich an, mit dem Kleinen zu spielen, er steht nämlich im Hausflur und trägt schwer an einer Kiste Memory. Die 15-Jährige versucht noch, mich abzuwimmeln, aber das lasse ich nicht zu, ich habe schließlich eine Aufgabe zu erledigen.

    Es stellt sich raus, dass der Kleine noch nie Memory gespielt hat. Zuerst ist er intensiv mit dem Mischen und Auslegen der Karten beschäftigt. Ich werde ihn gewinnen lassen, das bin ich schuldig. Er deckt zwei Karten auf und wieder zu. Ich decke zwei Karten auf und erwische zufällig ein Pärchen. Er deckt zwei Karten auf, wieder nichts. Ich decke eine Karte auf, das Pendant dazu hatte er bereits aufgedeckt. Ich bewege meine Hand suchend ganz weit an den Rand des Spielfeldes, allerdings zu zögerlich, er tippt auf das zugedeckte Gegenstück und hilft mir so, zu gewinnen.

    Mein Stapel wächst und wächst in ungewollte Höhen. Der Versuch, ihm einige Karten unterzuschieben, scheitert kläglich, nach der Aktion wacht er mit Argusaugen über die Stapel. Ich gewinne, er heult, die Babysitterin ist genervt, weil sie doch eigentlich in Ruhe ihre Vormittagsserie schauen wollte.

    Ich beschließe, meinen Ablass einfach zu bezahlen und frage die beiden, ob sie Lust auf Burger und Softeis haben. Die Babysitterin findet das total uncool, da würden nur noch alte Leute hingehen, cooler sei ein Sandwich-Laden. Sie überzeugt den Dreijährigen schnell, wobei „überzeugen“ hier nicht die richtige Formulierung ist, der Dreijährige kennt nun das Wort „uncool“.

    Samstagvormittag zum Fond-Court des  Einkaufszentrums, das ist nun wirklich Buße tun. Erstaunlicherweise ist ein Familienparkplatz frei, diesmal habe ich sogar Kinder im Auto, also Blinker rechts und „first and best fit“ geparkt, Rolltreppe hoch zum Sandwich-Laden. Nach anfänglichem Zögern ermuntere ich die Babysitterin so viel zu bestellen, wie sie mag, es darf schließlich was kosten, auch wird die Eismenge ausreichend für drei Mal Bauchschmerzen sein. Die Bestellung ist so umfangreich, dass sie uns an den Tisch gebracht wird. Wir finden einen runden Tisch mit vier Plätzen und legen den Buzzer in die Mitte.

    Nach einigen Minuten fängt es bunt an zu leuchten und ein Kellner trägt ein Tablett in unsere Richtung. Dabei verfängt sich sein Fuß in den Trageriemen der rosafarbenen Handtasche der Babysitterin und der Kellner geht bäuchlings zu Boden. Das ganze Essen, Ketchup, Getränke und Eis verteilen sich unter unserem Tisch. Ich helfe dem Kellner auf, er entschuldigt sich vielmals, Angestellte eilen herbei und das Malheur ist schnell beseitigt. Der Buzzer leuchtet wieder und wir bekommen unser Essen mit dem Hinweis, dass das selbstverständlich aufs Haus geht und wir nichts bezahlen müssen.

    Ich gebe mit meinem Bußverlangen für heute auf, das ist kein Tag zum Scheitern. Ich schnalle den Dreijährigen auf seinen Kindersitz und schließe die hintere Tür. Während ich einsteige, hält neben mir ein Kombi, dessen Fahrer mich lautstark beschimpft, dass das Parkplätze für Familien seien Ich antworte ihm gelassen: „Exakt!“

    Von Werner in der Reihe „Heiter scheitern

  • Gegen die Langeweile – Werner

    Ivanhoe von Walter Scott entführt uns in das England des 12. Jahrhundert, besser gesagt in die Gegend von Sheffield wo Ivanhoe seiner Lady Rowena wieder begegnet und weder Robin Hood noch König Richard Löwenherz dürfen fehlen. Hier zum Einstieg ins Mittelalter das erste Kapitel.

  • Bücher für den Weihnachtssack

    Hallo liebe Hörende,

    wir erzählen euch von Weihnachtgeschenken, geeigneten Büchern, raten von Kram ab, schweifen wie immer aus und berichten von Ordnungsinseln, Handlettering und Kochbüchern. Hört es euch an! Wir freuen uns, wenn es euch gefällt.

    Kneipenlesung der Podcast am 6.12.2020
    Kneipenlesung der Podcast am 6.12.2020

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  • Ich scheitere am Fliegen – Heiter scheitern

    Eines möchte ich verstehen: Warum sind öffentliche Verkehrsmittel öffentlich und warum meinen viele der Mitreisenden ihre Persönlichkeit entfalten zu dürfen, ohne jedoch auf andere im selben Verkehrsmittel Eingesperrte Rücksicht nehmen zu müssen?

    Es ist viertel vor sechs an einem herbstlichen Tag, draußen ist es um die 5° Celsius, der Nebel lässt alles klamm werden. Ich steige in den Flieger nach München, Gott sei Dank geht es heute Abend wieder zurück.

    Als ich zu meinem Gangplatz komme, sitzt dort schon ein gut gekleideter Herr, etwas extrovertiert angezogen und bedüftelt. Vermutlich ein Vertriebsmitarbeiter eines hiesigen Mittelständlers.

    Als ich mich setzen will, bemerke ich einen Rimova-Aktenkoffer vor meinen Füßen unter meinem Sitzplatz. Es stellt sich raus, dass er dem Herrn gehört. Meine Bitte, den Koffer unter seinen Sitz zu bugsieren, lehnt er mit dem Hinweis ab, dass er seine Füße dann nicht mehr ausstrecken kann. Meinen Einwand, dass ich so meine Füße nicht ausstrecken kann, lässt er nicht gelten.

    Ein kurzer Austausch von „Sie müssen“, „ich muss nicht“ lockt die Stewardess heran, die sich von dem Herrn das Problem erklären lässt, daraufhin den Aktenkoffer mit nach vorne in die Garderobe nimmt und ihm mehrfach versichern muss, der Koffer sei bei ihr in besten Händen.

    Das wäre geklärt. Ich mache es mir gemütlich und der Herr fängt an mich auszufragen. Ich frage der Höflichkeit halber zurück und bekomme ähnlich wie in Herakles‘ Kampf mit der Hydra für eine Frage 10 Rückfragen. Ich bin zu müde und uninteressiert, außerdem bemerke ich dicht unter dem intensiven Rasierwassergeruch des Herren eine Spur Weinbrand, die sich mit jedem Satz immer deutlicher mit dem Rasierwasser konkurrieren kann. Ich schätze, das war mindestens ein Doppelter zum Frühstück. Nicht preiswertes Scharfes, nein der Herr hat Geschmack und das nötige Kleingeld. Ich tippe auf Club de Rémy Martin, nicht VSOP, es ist Club.

    Nun ist aber gut, ich beende das Gespräch höflich mit Hinweis auf meine Kopfhörer, die ich dabei aufsetze und entscheide mich für „Be Brave“ als Soundtrack für den Beginn der Reise.

    Der Tag in München verlief dann ganz erfolgreich, aber es drohte erneutes Unheil, als es am späteren Abend zurück zum Flughafen ging, um auf den Zehn-Uhr-Flieger zu warten.

    Leider zeigt das Smartphone eine Verspätung von 20 Minuten an, die sich auf 40 Minuten ausweiten werden. Es geht mit dem Bus zum Flugzeug, draußen trifft man auf 15° Celsius gepaart mit intensivem Nieselregen. Diesmal sitze ich schon, bevor mein Sitznachbar kommt.

    Ein Mann geht im Gang an mir vorbei, um sich dann umzudrehen und umständlich sein Gepäck über meinem Kopf in die Ablage zu bugsieren. Das für sich genommen ist schon merkwürdig. Als er mit dem Bugsieren fertig ist, spricht er mich an, deutet auf den leeren Fensterplatz neben mir und sagt, das sei sein Platz. Die Ansprache kommt in der Form von drei Aufforderungen stakkato-artig in kurzer Folge vorgebracht. Ich soll ihn nun endlich auf seinen Platz lassen.

    Ich spreche ihn mit „Guter Mann“ an und sage ihm, dass ich das gerne tun würde, aber er es verhindert hat, indem er einen Platz zu weit gegangen ist und nun die anderen Passagiere im Gang jegliches Aufstehen unmöglich machen. Daraufhin beschimpft er den hinter ihm im Gang stehenden Menschen, wieder mit dreifach wiederholter Ansprache. Ich vermute, er hält seine Vorgehensweise für angemessen, für mich ein Nachweis, dass der Dunning-Kruger-Effekt auch auf den alleruntersten Intelligenzstufen existiert.

    Da nun sehr viele Leute ins Flugzeug drängen, staut es im Gang sehr stark und es beginnt eine akrobatische Kletterei um meinen zukünftigen Sitznachbarn herum. Auch scheinen viele nachrückende Leute seine Intention nicht zu verstehen und lassen keinen Platz. Irgendwann kann ich aufstehen, er zirkelt noch um einen Passagier herum, dann sitzt er. Ich entschuldige mich bei den Wartenden mit einem Achselzucken.

    Ich bin froh, bei der Gepäckbugsiererei keinen seiner Koffer abbekommen zu haben, packe die Kopfhörer aus und der Player startet „Going Under“.

    Am Zielort angekommen bin ich froh, ganz vorne zu sitzen und schnell raus zu kommen. Jetzt schnell Parkzettel bezahlen, Auto starten und Anlage an. Als ich auf die B1 einbiege, drücke ich das Gaspedal einmal weit durch. Ich gewinne Abstand, schnell sind die Paderborner Taxis zu Stelle und geben Geleit. Es ist nach zwölf ich bin auf dem Weg nach Hause. „We’re up all night to get lucky“.

    Von Werner in der Reihe „Heiter scheitern„.

  • 4zu1: Alles und nichts sagen

    Hallo liebe Hörende,

    freut euch auf unsere dreiundfünfzigste Bücher-Zerreißprobe. „Alles und nichts sagen“ von Eva Menasse. Warum es dieses Buch in unser „Vier zu Eins“ geschafft hat, wie wir es finden und ob es euch gefallen könnte, erfahrt ihr hier. Da es sich um ein Sachbuch handelt, gibt es keine Spoiler. Wenn ihr euch fragt, ob das Buch etwas für euch ist: Hört es euch an! Wir freuen uns, wenn es euch gefällt!

    Kneipenlesung der Podcast am 9.3.2025
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